Mein Antrieb

Kai Schöneweiß am Spieltisch der Barockorgel der Stadtkirche St. Marien Celle

In meiner Jugend ist es passiert, und zwar mehrmals. Ich habe Erwachsene erlebt, die für die Musik brennen: meine erste Klavierlehrerin, bei der ich auch im Kinderchor sang, den Dirigenten unseres Schulorchesters oder verschiedene Lehrer:innen, die ich in meiner C-Ausbildung kennengelernt habe. Auch bei ihnen war dieses Feuer bei der Arbeit zu spüren. Eine Begeisterung für die Musik und eine Freude, diese mit anderen zu teilen.

Inzwischen geht es mir genau so. Auch ich brenne für die Musik und möchte diese Begeisterung weitergeben. Das versuche ich auf möglichst vielen Ebenen. Wenn die Kinder in der Singschule ihre ersten Lieder singen, merkt man schnell, dass jeder Mensch musikalisch ist. Mit der Celler Stadtkantorei erarbeite ich die großen Oratorien und Passionen und bringe sie in der Stadtkirche St. Marien zu Gehör.

Ein Höhepunkt meiner Woche ist oft der Orgel- oder Klavierunterricht: Gemeinsam mit meist jungen Menschen Musik entdecken, an Problemen arbeiten und vor allem helfen, diese zu überwinden. Das gibt mir unglaublich viel Rückenwind für meine anderen Tätigkeiten.

Die Celler Stadtkantorei mit Orchester in der Stadtkirche St. Marien

Die Bedeutung von Kirchenmusik

Ich spüre jeden Tag, wie unglaublich wichtig Musik für Kirche, Glaube und Gemeinde ist. Sie gibt so vielen Menschen Halt und Unterstützung in schweren Zeiten, sie begleitet uns in Momenten der Freude. Kirche ohne Musik ist für mich unvorstellbar.

Gerade heute, in einer Zeit, in der die Kirche vor so vielen Herausforderungen steht und immer mehr Menschen keinen Bezug zu Religion und Glaubensgemeinschaften haben, braucht es die Kirchenmusik mehr denn je. Sie ist nicht nur der Fels in der Brandung, sie ist der Leuchtturm für unseren Glauben und unsere Kirche.

Kirchenmusik in der ganzen Region

Als Kirchenmusikdirektor möchte ich diese Begeisterung auch über Celle hinaus stärken. Im Süden des Sprengels Lüneburg berate ich Gemeinden und Kirchenkreise und unterstütze die Kirchenmusikerinnen und Kirchenmusiker in ihrer Arbeit. Mir liegt am Herzen, dass gute Kirchenmusik überall ihren Platz hat, in der großen Stadtkirche genauso wie in der kleinen Dorfkirche.

Mein Engagement ist eine Herzensangelegenheit

Kirchenmusik ist mein Leben. Sie ist mir eine tiefe Herzensangelegenheit. Dabei bin ich mir bewusst, dass auch die Kirchenmusik nicht losgelöst von Zeit und Wandel ist und sein kann. Deshalb engagiere ich mich weit über meine Arbeit an St. Marien hinaus, um die Kirchenmusik zu stärken und in die Zukunft zu führen.

Kirchenmusik hat Zukunft

Die Kirchenmusik hat eine gute Zukunft – davon bin ich überzeugt. Aber dafür müssen wir das Feuer immer wieder weitergeben und uns und die Musik weiterentwickeln. Daran arbeite ich mit ganzer Kraft.

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